Oberzentrum Pforzheim
Die Stadt Pforzheim ist das wirtschaftliche Oberzentrum der Region Nordschwarzwald. Damit steht die Stadt und ihr räumliches Umfeld auch im direktem Wettbewerb mit den Oberzentren der umliegenden Regionen, im Besonderen mit den beiden Städten Stuttgart und Karlsruhe. Dies ist bedingt durch die räumliche Mittellage zwischen diesen Ballungsräumen.
In der Vergangenheit wurde diese „Mittellage“ jedoch fast
in jeder Hinsicht negativ beurteilt. Die beiden großen Zentren mit all ihren
Verwaltungs-, Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen, ihrer Wirtschaftskraft und ihren vielzähligen
kulturellen Resourcen warfen einen lähmenden Schatten auf die kleine "unscheinbare"
Region "dazwischen".
Die heutigen Darstellungen jedoch basieren auf der Erkenntnis, dass diese "Mittellage" in der Tat aber auch eine ganze Reihe von Vorteilen, Chancen und Möglichkeiten bietet, die nur genutzt werden müssen. Resultierend aus den Ergebnissen eines Regionalforums und der Gründung einer regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft wurden hier inzwischen ganz konkrete Leitbilder und Visionen zur Nutzung aller vorhandenen Potentiale entwickelt, insbesondere auch aus dem regionalen Umfeld, um dadurch die Region zu stärken. Ein Beispiel hierfür ist die Bezeichnung „Region der kurzen Wege“, welche die Zentralität und damit die einfache und schnelle Erreichbarkeit bestimmter Orte und Einrichtungen vom Nordschwarzwald aus zum Ausdruck bringt. So ist die Nähe zu den Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Pforzheim, aber auch in Stuttgart und Karlsruhe - aber auch z. B. in Heidelberg, Tübingen oder Freiburg - doch ein positiver Standortfaktor. Das gleiche gilt für viele weitere sogenannte „weiche Standortfaktoren“ wie kulturelle, sportliche oder touristische Einrichtungen und Anziehungspunkte der umliegenden Räume.
Günstige Bedingungen für Unternehmen
Ein weiterer Vorteil der Mittellage der Region Nordschwarzwald liegt darin, den Unternehmen in den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe sowohl kostenmäßig als auch verkehrsmäßig günstige Gewerbeflächen anbieten zu können. Dies ist interessant, wenn Betriebserweiterungen, Auslagerungen oder auch Firmenneugründungen in den großen Industriezentren räumlich nicht mehr möglich oder aus Kostengründen nicht mehr finanzierbar sind. Hier besteht vor allem die Absicht, technologieorientierte oder moderne Dienstleistungsunternehmen in der Region anzusiedeln. Damit baut der „Standort Nordschwarzwald“ ein völlig neues Profil auf, das ihn durch die Einbindung und Nutzung aller vorhandenen regionalen und umliegenden Resourcen und durch den Aufbau des geplanten „Kooperations-Netzwerks“ auch in diesem Jahrtausend wettbewerbsfähig macht.
Mensch - Natur - Technik in der Region
Ziele eines solchen Kooperations-Projekts sind u. a. die Verbesserung der Lebensqualität, die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region, die Reduktion von Kosten und Umweltbelastung durch Transport-, Vertriebs- und Produktionszusammenschlüsse, die Verbesserung von Forschungsbedingungen und Ausweitung von FuE-Geldern, die Schaffung von Freizeitangeboten mit den Aspekten Gesundheit, Bildung und Ökologie, die Förderung von Gesundheit sowie die Entwicklung innovativer Ausbildungsmodelle durch regionale Bildungseinrichtungen. Lokale und globale Kooperationen als Basis der Weiterentwicklung von Mensch - Natur - Technik in der Region.





